Die große Angst vor dem Ende

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Irgendwann wird es auf der Erde keine Menschen mehr geben, davon sind viele überzeugt. Für sie ist es keine Frage des „ob“, sondern nur des „wann“ und „wie“. Hierzu existieren die verschiedensten Theorien und Prophezeiungen, denn die Angst vor ihrem Untergang beschäftigt die Menschheit seit jeher. Zwar ist der von den Maya angeblich prophezeite Weltuntergang Ende 2012 ausgeblieben, doch die Spekulationen über die Apokalypse gehen auch in diesem Jahr weiter.

Reale Risiken und Panikmache

Laut dem Verschwörungstheoretiker Mathieu Jean-Marc Joseph Rodrigue wird in wenigen Monaten, genau am 24. Juni, die Welt untergehen. Dieses konkrete Datum will er anhand einer Bibelpassage aus dem Neuen Testament errechnet haben. Er ist mit solchen Schreckensmeldungen keineswegs allein: Seine Vorhersage scheint sich mit den düsteren Nostradamus-Prophezeiungen für 2018 zu decken, die man hier auf Questico nachlesen kann. Dass das Armageddon bereits für die Vergangenheit viele Male prophezeit wurde und bisher stets ausblieb, scheint Menschen wie Rodrigue nicht zu stören. Er befindet sich damit in bester Gesellschaft, denn Untergangsszenarien gibt es zuhauf.

Regelrecht Panik brach vor etwas mehr als fünf Jahren aus, als Verschwörungstheoretiker anhand der Tatsache, dass der Maya-Kalender vorgeblich am 21.12.2012 endete, für dieses Datum das Ende der Welt vorhersagten. Man erinnere sich auch an die weltweite Angst vor einem Computercrash anlässlich des Jahrtausendwechsels 1999/2000. Immer wieder haben solche und ähnliche Theorien die Fantasie der Menschen beflügelt und Wahrsager, Hellseher und Verschwörungstheoretiker auf den Plan gerufen. Doch während manches eindeutig unter „Spökenkiekerei“ fällt, sind andere Szenarien gar nicht so weit vom Möglichen entfernt und erschreckend realistisch.

Zwölf mögliche Untergangsszenarien

Vor knapp drei Jahren hat die Global Challenges Foundation zusammen mit britischen Forschern unterschiedliche Risiken für die Menschheit analysiert und bewertet. Sie entwickelten schließlich 12 Szenarien, die in der Zukunft theoretisch zum Ende der Menschheit führen könnten. Dabei handelt es sich zum einen um äußere Gefahren wie Asteroideneinschläge, zum anderen um politische Krisen wie Kriege oder kollabierende Staaten. Den Forschern zufolge können auch bisher unbekannte oder wenig relevante Risiken auftreten: beispielsweise der Aufstieg künstlicher Intelligenz oder die Weiterentwicklung von tödlichen Waffentechnologien. Zu den potenziellen Worst-Case-Risiken zählen auch die Auswirkungen des Klimawandels oder der Ausbruch einer weltweiten Epidemie.

9 der 12 Untergangsszenarien könnten wir, zumindest in der Theorie, abwenden. Dazu gehören u. a. der Klimawandel sowie der potenzielle Einsatz von Atomwaffen. Andere Ereignisse, die unseren Heimatplaneten für die Menschheit unbewohnbar machen würden, sind allerdings nicht von uns beeinflussbar. Dazu zählen beispielsweise der Ausbruch eines Supervulkans oder der Einschlag eines Asteroiden. Welches Schicksal die Menschheit letztlich ereilt, bleibt jedoch ungewiss.