Auf gepflegten Füßen durch den Sommer

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bp: Hornhaut, Hühneraugen, unangenehmer Geruch, – wie kann ich diese Probleme in den Griff bekommen?
Dr. Maike Kuhlmann: „Viele haben jetzt nach der kalten Jahreszeit mit einer dicken Schicht Hornhaut zu kämpfen, die sich bildet, wenn die Haut über längere Zeit Druck oder Reibung ausgesetzt ist. Am besten sollte man die Hornhaut ganz sanft entfernen und auf scharfe Instrumente wie Klingen, Rasierklingen oder Hobel verzichten, da die Gefahr einer Verletzung und das Risiko einer Infektion besteht. Besser ist es z. B. einen Bimsstein zu verwenden oder ein spezielles Fußpeeling. Hier sind etwa Bimssteinpartikel und auch Meersalz enthalten, die schonend die rauen Stellen entfernen.

Anschließend benötigen die Füße eine besonders intensive Pflege. Spezielle Fußprodukte, etwa mit feuchtigkeitsspendendem Urea regenerieren trockene, raue Haut, glätten sie und reduzieren die Hornhautbildung.

In der Regel begünstigt durch falsches oder zu enges Schuhwerk und dementsprechend ebenfalls sehr häufig sind Druckstellen, schmerzhafte Blasen und die Bildung von Hühneraugen, die jeden Schritt zur Qual machen können.

Für die Behandlung von Hühneraugen eignen sich besonders salicylsäurehaltige Pflaster. Ein integrierter Schaumstoffring befreit den betroffenen Bereich sofort von weiterem Druck und Reibung. Salicylsäure sorgt dafür, dass sich die verhornten Hautschichten des Hühnerauges lockern und lösen und dann einfach und problemlos entfernt werden können.
Ein weiteres sehr häufiges und für die Betroffenen belastendes Problem sind stark schwitzende Füße und der damit verbundene unangenehme Fußgeruch. Doch das ständige Schwitzen ist nicht nur verantwortlich für den störenden Geruch, sondern das feuchte Mikroklima begünstigt als idealer Nährboden auch die Entstehung von Fußpilz.
Ursache für den unangenehmen Fußgeruch sind Bakterien, die begünstigt durch das feuchtwarme Milieu in den Schuhen Bakterien einen idealen Nährboden bieten und den ursprünglich geruchlose Schweiß zu unangenehm riechenden Abbauprodukten zersetzen.
Speziell für die Füße entwickelte Antitranspirantien mit antibakterieller Wirkung (z. B. durch Silber-Ionen) verringern die Schweißbildung und helfen gegen geruchsbildende Bakterien.
Da besonders geschlossene, nicht atmungsaktive Schuhe aus synthetischen Materialien und das Tragen von Sommerschuhen ohne Strümpfe das Schwitzen der Füße begünstigen, sollte man die Schuhe häufig wechseln, getragene Schuhe gut austrocknen lassen und oft barfuß laufen. Bei der täglichen Fußhygiene ist besonders auf die Zehenzwischenräume zu achten, da diese besonders anfällig für die Entstehung von Fußpilz sind.“

bp: Warum entstehen gerade im Sommer besonders häufig Blasen an den Füßen? 
Dr. Maike Kuhlmann: „Blasen sind ein Problem, das besonders an den Stellen auftritt, die stärkerer Belastung ausgesetzt sind, an den Füßen also häufig im Zusammenhang mit neuen Schuhen, Tragen von Schuhen ohne Strümpfe oder bei langandauernder, ungewohnter Belastung, z. B. beim Wandern oder bei durchtanzten Nächten.
Anhaltender Druck und Reibung führen dann zu einer Reizung der Haut, bei weiterer Belastung kommt es zu einer Trennung der Epidermis (der äußeren Hautschicht) von den darunterliegenden Hautschichten. Es bildet sich eine zunächst noch geschlossene mit Gewebeflüssigkeit gefüllte Blase. Öffnet sich das Blasendach entsteht eine offene, schmerzhafte und auch infektionsgefährdete Wunde.“

bp: Kann ich die Entstehung von Blasen verhindern?
Dr. Maike Kuhlmann: „Hier gilt es vorzubeugen und die Entstehung von Blasen durch geeignete Maßnahmen zu verhindern. Schuhe sollten natürlich gut passen und es empfiehlt sich immer mal wieder zwischen z.B. hohen und flachen Schuhen zu wechseln. Spezielle Druckstopp-Schutzpolster mindern Druck und Reibung und werden direkt auf die Haut aufgeklebt. Sie polstern und schützen die empfindlichen, druckbelasteten Stellen.“

bp: Wie lassen sich Blasen am besten behandeln?
Dr. Maike Kuhlmann: „Damit eine Blase gut geschützt ist, schmerzfrei, schnell und ohne weitere Komplikationen abheilen kann, sollte ein spezielles Blasen-Pflaster verwendet werden. Die im Pflaster enthaltenen Hydrokolloidpartikel nehmen die Wundflüssigkeit auf und bilden so ein schützendes Polster über dem betroffenen Bereich. Gleichzeitig werden optimale Wundheilungsbedingungen für das schnelle Abheilen der Blase geschaffen. Das Pflaster legt sich also wie eine zweite Haut über den betroffenen Bereich und schützt die betroffene Stelle vor Schmutz, Bakterien und weiterer Belastung. Wenn die Blase erst einmal da ist gilt: Nicht aufstechen, da die Gefahr einer Infektion besteht.“

Text: beautypress.de

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