Erkältung bekämpfen – mit Antibiotika oder Pflanzen?

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Nach der Erkältung ist vor der Erkältung, denkt sich momentan wohl so manche(r). Denn hat man den ersten Schnupfen und Husten im Herbst hinter sich gelassen, rollt mit dem Winter die nächste Erkältungswelle an. Zum einen können die Minusgrade dem Körper gehörig zusetzen. Aber auch die trockene Heizungsluft in Büros und der Bewegungsmangel im Winter schwächen das Immunsystem. Wer sich jedoch bei den ersten Symptomen gleich Antibiotika verschreiben lässt, schlägt den leichteren, jedoch oft auch den falschen Weg ein.

Umgangssprachlich fällt öfter der Ausdruck „Grippe“, auch wenn es sich eigentlich nur um eine dicke Erkältung handelt. Bei der echten Grippe, auch Influenza genannt, und einem grippalen Infekt ähneln sich zwar die Symptome. Die Erreger, der Krankheitsverlauf und die Behandlung unterscheiden sich jedoch.

Symptome richtig deuten: Grippe oder Erkältung?

Während die Grippe durch die sogenannten Influenza-Viren ausgelöst wird, können hinter einer Erkältung viele verschiedene Erreger stecken, etwa Adenoviren, Coxsackieviren oder Rhinoviren. Das klingt allerdings schlimmer als es ist. Denn meistens klingt eine Erkältung innerhalb einer oder wenigen Wochen ab; eine Grippe geht hingegen mit Gliederschmerzen und hohem Fieber einher und kann mehrere Wochen andauern. In beiden Fällen gilt jedoch: Antibiotika sind kein Allheilmittel gegen Viren – sie können nämlich nur Bakterien abtöten und verlieren sogar ihre Wirkung, wenn sie zu häufig eingesetzt werden, denn die Bakterien entwickeln Resistenzen. Lebensmittel, Kräuter und altbewährte Heilpflanzen, deren Inhaltstoffe, Anwendungsbereiche und Wirkung in diesem Lexikon aufgelistet sind, können das Immunsystem hingegen nachhaltig wieder auf Trab bringen. Dabei ist gegen jedes Symptom ein Kraut gewachsen:

Beschwerden auf natürlichem Weg lindern

  • Husten
    Hier heißt es inhalieren, inhalieren, inhalieren. Aufgüsse mit Salbei, Thymian oder Pfefferminze eignen sich dafür besonders gut: Der Dampf befeuchtet die Schleimhäute und die Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend, schleimlösend, lindern den Hustenreiz und machen die Atemwege frei. Hier greifen auch pflanzliche Medikamente wie Gelomyrtol forte, das ein Destillat aus Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrtenöl und Zitronenöl enthält. Dieses löst den Schleim in den Nasennebenhöhlen, bekämpft die Entzündung und befreit die Atemwege.
  • Schnupfen
    Wenn einem die verstopfte Nase nachts den Schlaf raubt, hilft es, ein bis zwei Tropfen Japanisches Heilpflanzenöl auf ein Taschentuch zu träufeln und neben das Kopfkissen zu legen. Wer härter im Nehmen ist, kann auch eine rohe Zwiebel essen: Schon beim Schneiden beginnt zwar das Weinen, allerdings ist die Nase danach auch vom lästigen Sekret befreit.
  • Heiserkeit
    Ob in Form von Pastillen oder Tee – Isländisch Moos legt sich wie ein Schutzfilm auf die gereizten Schleimhäute. Dadurch können beim Ein- und Ausatmen Staub und Schmutz an den gereizten Stellen vorbeigleiten. Wem zusätzlich der Hals wehtut, der sollte Salbeibonbons oder -dampfbäder in Betracht ziehen: Diese verhindern die Vermehrung von Viren und Bakterien.
  • Fieber
    Was zunächst paradox klingt, ist effektiv: Tess aus Linden- und Holunderblüten erhöhen die Körpertemperatur und sind schweißtreibend. Dadurch werden hitzeempfindliche Erkältungsviren schneller abgetötet und das Immunsystem gestärkt.

Bei allen Pflanzen gilt jedoch: Werden sie überdosiert, können sie auch giftig sein und Krämpfe oder Schwindel auslösen. Zu Risiken und Nebenwirkungen also besser den Apotheker fragen!

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