Mr. Dynamite – The Rise of James Brown

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Bobby Byrd (l.), James Brown Foto: Geo Television / © 2014 Mr. Dynamite LLC. All Rights Reserved.

Bobby Byrd (l.), James Brown Foto: Geo Television / © 2014 Mr. Dynamite LLC. All Rights Reserved.

Er gilt als der „Godfather of Soul“ und dient noch heute vielen Musikern als Vorbild. James Brown hatte eine Präsenz auf der Bühne wie kein Zweiter. Aber der talentierte Musiker hatte auch eine andere Seite: Als Workaholic und Perfektionist tyrannisierte Brown alle, die mit ihm zusammenarbeiteten. Der Film porträtiert den Aufstieg James Browns zur Musikikone. Edition & Award Der Dokumentarfilm des Oscar-Preisträgers Alex Gibney erzählt vom Aufstieg der US-amerikanischen Musiklegende James Brown.

Den Spitznamen „Mr. Dynamite“ hat er seinem speziellen Charakter zu verdanken. Der Workaholic und Perfektionist war explosiv wie Dynamit – aber auch einer der brillantesten Musiker der Geschichte. Als Sänger, Tänzer und Bandleader prägte er wie kaum ein anderer den Rhythm and Blues und den Soul der 1950er und 1960er Jahre. Er gilt als Wegbereiter des Funk und ist bis heute Vorbild vieler prominenter Musiker.

Doch der Weg an die Spitze ist für den in bittere Armut und Rassentrennung hinein geborenen Brown alles andere als einfach. Er schafft es, sich aus eigener Kraft vom Schuhputzer auf der Straße an die Spitze der Musikwelt zu kämpfen. Zu Beginn seiner Karriere bestreitet er oft mehr als 300 Auftritte pro Jahr. Und der Erfolg gibt ihm recht: Er wird zum gefeierten Musiker und Millionär. Bei vielen seiner Kollegen ist er aber auch als arbeitswütiger, perfektionistischer Tyrann verschrien. Denn Brown ist nicht nur eine charismatische, schillernde Persönlichkeit, sondern auch ein Kontrollfreak, der fast niemandem vertraut und sogar langjährige Wegbegleiter vor den Kopf stößt.

James Brown wurde im Jahr 1933 im US-Bundesstaat Georgia geboren und hatte es von Anfang an nicht leicht. Seine Mutter verließ die Familie, als er vier Jahre alt war. Auch sein Vater ließ ihn wenige Jahre später im Stich. Danach wuchs Brown unter ärmlichen Bedingungen bei seiner Tante auf, die ein Bordell leitete. Sein Leben war – wie das vieler Afroamerikaner – zu dieser Zeit von alltäglichem Rassismus und Armut geprägt. In seiner Jugend hielt er sich als Schuhputzer über Wasser und wurde später wegen bewaffneten Raubüberfalls zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

Als Brown nach vier Jahren auf Bewährung entlassen wurde, schloss er sich einer Gospelgruppe an. Der talentierte Sänger schaffte bald mit seiner Single „Please, Please, Please“ den Durchbruch und arbeitete in den kommenden Jahren unermüdlich an seiner Karriere. Für viele war er deshalb ein talentierter Perfektionist, für andere ein Tyrann.

07.01.18, 20:15  GEO

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