Starbucks & Co. – Wie die großen Kaffeehäuser die Kultur verändern

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Starbucks

Die meisten Deutschen trinken pro Tag mindestens einmal eine Tasse Kaffee. Kaffee zu trinken gehört zur Kultur und zum Alltag vieler dazu. Mit der zunehmenden Verbreitung großer Kaffeeketten hat sich der Kaffeekonsum jedoch allmählich verändert. Viele holen sich heute lieber einen Kaffee von Starbucks als sich in ein traditionelles Café zu setzen. Die großen Ketten sind praktisch und bieten eine große Auswahl an Kaffees im amerikanischen Stil an. Sie locken täglich zahlreiche Kunden an.

Die ersten Starbucks-Filialen kamen erst im Jahr 2002 nach Deutschland und wurden in Berlin eröffnet. Im Jahr 2016 gab es im Land bereits 158 Filialen der beliebten Kaffeehauskette. Der Kaffee bei Starbucks ist normalerweise etwas aufwendiger zubereitet als in traditionellen Cafés und schmeckt durch Zutaten wie Caramel oder Sirup meist auch süßer.  Daher entstehen auch oft Preisunterschiede.

Und auch von Filiale zu Filiale kostet ein Kaffee nicht immer dasselbe.

Das Verbraucherportal Gutscheinsammler hat die Preise verglichen und von Land zu Land Unterschiede festgestellt. So fallen die Preise beispielsweise in New York und in Berlin ähnlich aus, obwohl das Leben in der Stadt Berlin günstiger ist als das in New York der Fall ist. Die Unterschiede zwischen den Preisen in der Schweiz und in Polen betragen, laut Gutscheinsammler, teilweise 139 Prozent.

Dennoch ist Starbucks aus Deutschland nicht mehr wegzudenken. Und Viele begrüßen das. Der Kaffee schmeckt süß und das breite Angebot stellt fast jeden zufrieden.

Andere Coffee-Shops wie Balzac Coffee sind ebenfalls beliebt. Balzac wirbt mit Direct Trade. Dabei möchte die Firma den Unterschied zu Fair Trade verdeutlichen. Auf der Website steht: “Die Transparenz und Kontrolle über die Qualität des angebauten Rohkaffees ist (…) weit höher als bei fair gehandeltem Kaffee.”

Das Fair-Trade-Konzept ist in den letzten Jahren für viele Unternehmen immer wichtiger geworden. Der Druck kommt von den Konsumenten und folgt Berichten in der Presse über die Ausbeutung von Arbeitern u. a. auf Kaffeeplantagen.

Balzac hat sich seit der ersten Kaffeehauseröffnung im Land auch stark verbreitet und Kaffeebars sind nun in 14 Städten Deutschlands vertreten.

Eine weitere, verbreitete Kette ist die Kaffeehausmarke von McDonald’s. McCafés sind in jeder größeren Stadt zu finden und die Kette baut auf den Erfolg von McDonald’s auf.

Neben Muffins und anderem süßen Gebäck führen sie, ähnlich wie Starbucks, auch Kaffee in großen Gläsern im amerikanischen Stil. Der Einfluss, den Starbucks auf die Kaffeehauswelt ausgeübt hat, ist nicht mehr wegzudenken.

Cappuccino

Für kleinere Cafés ist es da oft schwierig, mitzuhalten. Wenn keine lokale Kundschaft besteht, wird es für viele von ihnen eng, denn sie besitzen nicht den Erkennungswert, von dem Starbucks oder eine andere große Kette profitieren kann. Die großen Ketten dominieren.

Im Vergleich zu anderen Ländern gibt es in Deutschland aber noch relativ viele kleine Cafés und die großen Ketten sind im Vergleich noch überschaubar. Das liegt wahrscheinlich an der Kultur des Kaffeetrinkens und der Tradition kleiner Cafés.

Bei der Frage, wer was bevorzugt, unterscheiden sich die Meinungen. Es gibt zwar viele Menschen, die die großen Ketten bevorzugen, doch es gibt auch Menschen, die sich am liebsten in ein traditionelles Café setzen. Fakt ist, dass sich die Kaffeekultur in Deutschland mit dem Erscheinen von Starbucks & Co. deutlich verändert hat.

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