Die Übersäuerung unseres Körpers – eine schleichende Gefahr

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Redewendungen können manchmal ganz schön in die Irre führen. Dass „sauer lustig macht“ mag für einen fruity Longdrink bei einer Party gelten, aber unser Körper reagiert auf eine permanente Übersäuerung alles andere als begeistert. Doch was versteht man genau unter einer Übersäuerung des Körpers (Azidose), was führt dazu und wie kann man diesem Zustand entgegenwirken?

Wenn die Übersäuerung des Körpers für uns zum Thema wird

Dass unser Körper Säuren bildet, ist, wenn wir im Besonderen an die Magensäure denken, etwas völlig Normales. Allerdings stellt diese extrem saure Körperregion eine Ausnahme dar. Im Allgemeinen versucht unser Körper, den pH-Wert des Blutes konstant zwischen 7,2 und 7,4 zu halten. Übersetzt bedeutet pH „Potentio Hydrogenii“ und so viel wie „Stärke des Wasserstoffs“. Bei der pH-Skala, die von 1 bis 14 reicht, steht die 1 für stark sauer, 7 wäre neutral und 14 stark basisch. In diesem Zusammenhang wird auch gerne vom Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers gesprochen. Mit einer kurzzeitigen Übersäuerung kommt unser Körper gut zurecht, da er über ein sogenanntes „Puffersystem“ verfügt. Körpereigene Substanzen wie Magnesium, Calcium und Kalium nutzt der Organismus, um Säuren zu neutralisieren und Zellen zu schützen. Dass die Übersäuerung Symptome hervorruft, die auf einen schlechten Gesundheitszustand hinweisen, liegt demnach an einem permanenten Säure-Basen-Ungleichgewicht. Und das kann an verschiedenen Faktoren liegen.

infografik_uebersaeuerungWie sich die Übersäuerung Schritt für Schritt einschleicht

Eine andauernde Übersäuerung des Körpers ist nicht an eine Ursache gebunden, sondern betrifft eine ganze Reihe von auslösenden Faktoren. Bei einer kurzzeitigen Stressbelastung, wie beispielsweise einer Prüfungssituation, ist die Säureproduktion eine natürliche Reaktion des Körpers – die auch gut verkraftet wird. Auf permanenten Stress reagiert der Mensch aber auch dauerhaft „sauer“. Negative Gefühle wie Ärger, Neid und Missgunst oder mangelhafte Bewegung, Medikamente, Elektrosmog und Umweltgifte können ebenfalls zu einer Azidose führen. Dass die dauerhafte Übersäuerung Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, brüchige Knochen und Zähne oder sogar Diabetes auslöst, liegt jedoch in erster Linie an einer falschen Ernährung. Die Lebensmittel lassen sich in drei Bereiche einteilen: Säure bildend, neutral und basisch. Fleisch und tierische Produkte, Alkohol und gesüßte Getränke sowie Fette und Öle sind beispielsweise Säure bildend. Als neutral gelten unter anderem Naturreis, Hirse und Leitungswasser. Basen bildende Lebensmittel und sehr zu empfehlen sind: Blattgemüse, Wurzelgemüse, Kartoffeln, Basensuppen, Wild- und Gewürzkräuter sowie Mineralwasser (ohne Kohlensäure). Weiter interessante Informationen stehen z. B. hier zur Verfügung.

Jetzt den Körper wieder ins Säure-Basen-Gleichgewicht bringen

Das Fatale an der Azidose ist, dass sie sich Schritt für Schritt einschleicht und auch nicht ganz leicht zu diagnostizieren ist. So versucht unser Körper alles, um das Blut konstant zwischen einem pH-Wert zwischen 7,2 und 7,4 zu halten – da bereits eine geringe Blut-pH-Wert-Veränderung lebensbedrohliche Zustände auslösen kann. Es ist demnach durchaus möglich, dass die Übersäuerung Symptome verursacht, obwohl das Blut in Ordnung scheint. Der Mediziner wird durch eine Reihe von Messungen der Übersäuerung jedoch auf die Spur kommen. Und wie bei jeder anderen Erkrankung gilt auch für die Azidose, je früher erkannt, desto besser. Wenn demnach Symptome wie Niedergeschlagenheit, Migräne, Nervosität, Allergien, empfindliches Zahnfleisch, Karies bis hin zu Gelenkbeschwerden auftreten, sollte umgehend ein Mediziner aufgesucht werden. Die gute Nachricht: Mit einer Kur und anschließender Ernährungsumstellung, die im Übrigen keineswegs schlecht schmecken muss, lässt sich der Körper wieder ins Gleichgewicht bringen. Und als positiver Nebeneffekt schmelzen auch die Pfunde auf der Waage. Um dem Körper bei der Bildung von Basen zu helfen, sind bei der Basenkur qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver oder Tabletten angesagt. Und wenn im Anschluss bei der Nahrung ein Verhältnis von ¼ Säure bildenden zu ¾ basischen Lebensmitteln gilt, dann macht (ein bisschen) sauer auch lustig.

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