Noten? Nicht nötig! – So lernt man heute Klavier

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Das Klavier ist ja bereits an sich ein imposantes Instrument. Man denke nur an den eleganten Flügel, auf dem Julia Roberts in Pretty Woman ihren Richard Gere verführt. Auch Alicia Keys macht am Tasteninstrument eine gute Figur und entlockt ihm so manchen souligen Rhythmus. Könnte ich das nicht auch? hat sich schon so mancher gefragt und sich informiert, wie er online Klavier lernen kann. Viele schreckt dann aber schließlich der Gedanke, Noten lesen lernen zu müssen, derart ab, dass sie das mit dem Klavier spielen gleich ganz bleiben lassen. Wer auch mit diesem Gedanken spielt, der sollte zunächst einmal unseren Artikel zum Thema durchlesen. Denn Klavier lernen geht heute auch ganz einfach ohne Noten.

Klavier spielen ohne Noten: Für wen ist es was?

Beim Lernen haben wir alle unterschiedliche Stärken und Schwächen. Manche prägen sich etwas ein, nachdem sie es einmal gehört haben, andere können es sich besser merken, wenn sie es von einem Blatt ablesen. Ersterer Lerntyp wird sich auch beim Klavierspielen schwer tun, Noten lesen zu lernen und ein Stück dann vom Blatt zu spielen. Diese Menschen machen bessere Fortschritte, wenn sie mit dem Gehör arbeiten. Gottseidank gibt es heute eine Menge Kurse online, die genau diese Methode anbieten – nachdem lange Zeit das Klavier lernen nach Noten die vorherrschende Lehrweise war. Anbieter wie liederlernen.de haben ihre Dienste genau auf die Bedürfnisse solcher Schüler ausgerichtet und bieten flexible, unterhaltsame Kurse für Klavier ohne Noten.

Anders lernen: die Grundlagen

Wer auf das Pauken von Noten verzichtet, konzentriert sich stattdessen auf anderes Wissen rund um das Klavier. Diese Grundlagen haben vornehmlich mit Klanglehre zu tun, denn der Schüler erfährt in erster Linie, wie er bestimmte Klänge am Klavier erzeugen kann. Auch deshalb mag diese Lehrmethode für viele Anfänger intuitiver erscheinen. Als erstes werden sich Schüler in ihren Online-Kursen mit den Tonarten und ihren Tonleitern auseinandersetzen. So lernen sie beispielsweise, dass Dur-Tonleitern vorwiegend heiter klingen und Moll-Tonarten dazu verwendet werden, melancholische Stücke zu komponieren. Schüler erfahren auch, dass die schwarzen Tasten einer Tonart ihre besondere Klangfarbe geben und der gleiche Ton fröhlich oder traurig klingen kann, je nachdem, nach welchem anderen Ton er erklingt.

Wenn die Tonleitern erst einmal sitzen, werden die Akkorde erlernt. Auch von diesen gibt es typische Akkorde in jeder Tonart, die aus dem Zusammenspiel mehrerer Töne bestehen. Wenn ein Schüler lernt, Akkorde zu spielen, erfährt er dabei auch viel darüber, wie einzelne Töne miteinander harmonieren. Später ist das sehr hilfreich, wenn er beim Klavierspielen selbst kreativ werden will. Außerdem kommt den Akkorden eine sehr wichtige Funktion in der Konstruktion eines Stückes zu, denn sie geben einer Melodie erst Gehalt, die ohne ihre Begleitung dünn und fad klingen würde.

Spielen ohne Noten: Hörsinn trainieren

Diese Fähigkeit eignet man sich in der Regel völlig neu an, wenn man anfängt, Klavier ohne Noten zu lernen. Denn nun geht es darum, einzelne Töne herauszuhören und sie dann auf der Tastatur zu reproduzieren. Klingt einschüchternd, muss es aber nicht sein. Schließlich fängt man nicht direkt mit einem mehrseitigen Concerto an. Vor allem Werbejingles eignen sich vortrefflich dazu, erste Schritte mit dieser Methode zu machen. Ob Sparkasse oder Bratmaxe, von irgendeiner Marke hat sich mit Sicherheit der Song ins Hirn gebrannt und nun kann man versuchen, die richtigen Tasten auf dem Klavier zu finden. Im weiteren Sinne wird beim Hörtraining auch geübt, eine Tonart zu erkennen. In diesem Fall wird zunächst festgestellt, ob es sich um Dur oder Moll handelt, und im Anschluss wird die genaue Tonart bestimmt.

Im Rhythmus bleiben

Der richtige Rhythmus haucht jedem Klavierstück den Atem ein. Denn ist der Rhythmus nicht klar erkennbar, wird der Spieler sein Publikum kaum mitreißen. Um diesen wichtigen Bestandteil hinzubekommen, empfiehlt es sich, den Rhythmus zunächst trocken auf dem Klavier zu klopfen, während man die Melodie im Kopf mit summt. Selbstverständlich kann der Rhythmus auch geklatscht oder geschnipst werden, wenn einem Klavierschüler diese Methode besser gefällt. Wenn man sich in den Rhythmus hineingefunden hat, kann man versuchen, das Klavierstück darauf zu spielen. Große Unterstützung bietet dabei das gute alte Metronom, das dem Spielenden genau den Takt vorgibt und ihm vor Augen führt, wenn er an einer Stelle zu schnell oder zu langsam spielt.

Wir sind das Lernen nach Noten so gewöhnt, dass es uns zunächst exotisch erscheinen mag, Klavier spielen zu lernen, ohne dafür Noten zu studieren. Wer deshalb noch unsicher ist, ob es die richtige Lernmethode für ihn ist, muss sich aber nur an Eines erinnern: Sprechen lernen wir auch viele Jahre bevor wir lesen lernen. Auch Musik ist für viele Sprache und Ausdrucksform, es macht also nur Sinn, dass man auch ohne Noten lernen kann, ein Instrument zu beherrschen. Und zweifelsohne wurden Musik und Musikinstrumente erfunden, bevor er das Notensystem überhaupt gab. Wer also ohne Noten lernen möchte, soll sich trauen – der Erfolg bleibt nicht aus!