Sommer 2016: Kontaktlinsen statt Brille? Vor- und Nachteile

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Bildrechte: Flickr James Matt Biddulph CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Der Sommer ist da. Für viele bedeutet das den Startschuss, dem Style nochmal neuen Pepp zu verleihen. So mancher stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob es an der Zeit ist, die Brille gegen fast unsichtbare Kontaktlinsen auszutauschen. Wir haben ein paar Vor- und Nachteile zusammengetragen, um die Entscheidung vielleicht ein wenig einfacher zu gestalten.
Pro Kontaktlinsen
Kontaktlinsen werden heutzutage oft als Alternative zur Brille betitelt. Dabei sind sie einiges mehr als das. Dadurch, dass Linsen direkt auf die Augen aufgesetzt werden, ermöglichen sie einen scharfen Blick in alle Richtungen. Egal ob im Alltag, beim Autofahren oder beim Sport: Die Sicht wird nicht wie etwa bei der Brille durch den Brillenrand eingeschränkt. Beim Sport besteht außerdem keine Verletzungsgefahr durch Plastik- oder Metallrahmen, im Winter können die Linsen im Gegensatz zur traditionellen Sehhilfe nicht beschlagen. Auch und gerade im Sommer bieten Kontaktlinsen erhebliche Vorteile: Sonnenbrillen können ohne Sehstärken gekauft werden und auch beim Schwimmen ist einwandfreie Sicht gewährleistet, während die Brille meistens am Beckenrand oder beim Handtuch bleiben muss. Zu guter Letzt können noch Vorteile auf ästhetischer Ebene ausgemacht werden: „Je stärker man kurz- beziehungsweise weitsichtig ist, umso dicker werden normalerweise die Brillengläser. Wer sich mit dicken Brillengläsern nicht attraktiv findet, kann den Umstieg auf Linsen erwägen.“, schreibt das Portal Blickcheck.
Contra Kontaktlinsen
Sowohl praktisch als auch optisch betrachtet scheinen die Kontaktlinsen gerade für den Sommer die richtige Wahl zu sein. Doch ein paar negative Punkte sind dann doch zu beachten. Sie benötigen zunächst eine sorgfältige Pflege, da nachlässige Hygiene zu bakteriellen sowie Pilzinfektionen führen kann. Dies wiederum führt zu häufigeren Arztbesuchen und eventuell zu bleibenden Schäden am Auge. Die „unsichtbaren Brillen“ können zudem nur für eine begrenzte Zeit getragen werden, da vor allem die weichen Kunststofflinsen die Sauerstoffversorgung der Hornhaut stören. Um eine zusätzliche Brille kommen also auch Linsenträger nicht herum. Vor allem abends, wenn die Augen bereits vom langen Tragen der Linsen gereizt sind, empfiehlt sich der Umstieg auf die Brille, damit sich die Augen vom Stress erholen können. Hinzu kommt, dass die Kosten auf Dauer sogar die der gewöhnlichen Brille um einiges übersteigen:

  • Individuell angepassten Linsen können bis zu einem Jahr getragen werden und bringen zunächst den höchsten Grundpreis mit sich.
  • Monats- und 14-Tages-Linsen sind im Einzelpreis günstiger. Werden die Linsen das gesamte Jahr über getragen, können sie jedoch den Preis der Jahreslinsen übersteigen.
  • Hinzu kommen bei allen genannten Arten die Kosten für Reinigungs- und Pflegemittel.
  • Es sind inzwischen auch Tag-und-Nachtlinsen beim Optiker erhältlich, die 30 Tage ohne Unterbrechung getragen werden können. Diese kosten entsprechend mehr.
  • Gelegenheitsträger greifen in der Regel zu Tageslinsen. Diese lohnen sich kostentechnisch nur, wenn sie zu seltenen Anlässen getragen werden. Hier entfallen die Kosten für Pflege- und Reinigungsmittel, da sie nach dem Tragen entsorgt werden.

Schlussendlich ist es eine Geschmacksfrage, ob vorrangig zur Brille oder zu Kontaktlinsen gegriffen wird. Ein Mix bietet sich fast immer an, alleine schon, damit die Augen sich regelmäßig erholen können. Die einen tendieren dabei mehr zur Brille, die anderen zu Linsen. Mithilfe von kurzen Tests können Unentschlossene, die zur Brille tendieren, herausfinden, ob nicht doch vielleicht eine Brille gerade zu ihrem Gesicht passt – und wenn ja, zu welchem „Brillentypen“ sie gehören.