DIE FITNESS-FORMEL

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Dr. Michael Mosely Foto: Geo Television / © BBC

Dr. Michael Mosely Foto: Geo Television / © BBC

Grösster Effekt bei kleinster Anstrengung

Wenn es um das Thema Sport und Fitness geht, wünschen sich das die meisten Bewegungsmuffel. Auch der bekannte britische Journalist Michael Mosley scheut normalerweise jede zusätzliche Bewegung. Aber gesund und fit möchte er trotzdem sein. Mit Hilfe von anschaulichen Experimenten räumt er mit vielen etablierten Fitness-Mythen auf und belegt, dass man mit nur zwei Minuten Training pro Woche seine Fitness signifikant steigern kann und damit Krankheiten vorbeugt.

In unserer Wissensgesellschaft spielt Bewegung im Alltag eine eher untergeordnete Rolle. Wir sitzen die meiste Zeit am Schreibtisch, sitzen im Auto, in der Bahn oder zu Hause auf dem Sofa. Doch Bewegung und eine gewisse Fitness gehören zu einem gesunden Körper dazu. Vielen fehlt jedoch die Zeit und die Motivation, nach einem stressigen Arbeitstag, sich im Fitnessstudio abzurackern, joggen zu gehen oder im Schwimmbad Bahnen zu ziehen. Dem bekannten britische Journalisten Michael Mosley geht es nicht anders. Für ihn ist Sport schon immer ein notwendiges Übel gewesen. In der Doku zeigt er deshalb, wie wir unsere Fitness maximal steigern – und dabei so wenig wie möglich ins Schwitzen kommen.

Müssen wir wirklich 10.000 Schritte pro Tag gehen, um fit zu bleiben oder reichen schon zwei Minuten intensives Training, um unsere Ausdauer zu steigern? Was ist die beste Methode, um Muskeln aufzubauen? Müssen wir die hohen Gewichte stemmen oder können wir auch mit einer leichten Alternative unseren Körper verändern? Michael Mosley räumt mit Mythen auf, dass Laufen schlechter für die Knie sei als Gehen – und zwar am eigenen Körper, und er zeigt, welche Auswirkungen Tanzen auf unsere geistigen Fähigkeiten hat.

Der größte Effekt bei der kleinsten Anstrengung – unter diesem Motto zeigt der bekannte Journalist Michael Mosley in der BBC-Doku die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu, welche Maßnahmen am effektivsten sind, um möglichst schnell fit zu werden. Denn eins steht fest: Ein sitzendes Leben ohne Bewegung ist keine Alternative – nicht für unseren Körper und auch nicht für unseren Geist. GEO Television zeigt die BBC-Doku „Die Fitness-Formel“ zum ersten Mal im deutschen Fernsehen.

DIE WAHRHEIT DARÜBER, WIE WIR FIT WERDEN

Was muss ich tun, um fitter zu werden? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Eine Antwort darauf ist die „10.000 Schritte pro Tag-Regel“, die sich in den Köpfen der Menschen verankert hat. Was viele nicht wissen: Die Regel hat keine wissenschaftliche Grundlage, sondern entstand durch eine clevere Marketingkampagne zu den Olympischen Spielen 1964 in Japan. Michael Mosley möchte deshalb den Mythos testen. Er findet dafür einige Probanden, die fitter werden möchten. Eine Gruppe wird versuchen, pro Tag 10.000 Schritte zurückzulegen, die anderen Studienteilnehmer absolvieren drei Mal pro Tag für zehn Minuten einen Spaziergang in einem schnellen Geh-Tempo.

Das Ergebnis:

Die Teilnehmer, die 10.000 Schritte pro Tag gingen, hatten nicht nur große Probleme, das Pensum zu schaffen, sondern sie verbesserten ihre Fitness auch nicht mehr als Probanden der anderen Gruppe. 10.000 Schritte sind also eine Art, die Fitness zu verbessern, aber es gibt viel einfachere Methoden, um mindestens denselben Effekt zu erzielen.

Wer nur sehr wenig Zeit für sportliche Aktivitäten opfern möchte, für den hat Michael Mosley eine noch wesentlich kürzere Alternative: Hoch intensives Intervall-Training, kurz HIIT. Sechs Büroarbeiter stellen sich für den Test zur Verfügung und strampeln zwei Minuten pro Woche auf einem Fahrrad so schnell wie sie können. Die zwei Minuten teilen sie in vier Mal 30 Sekunden auf. Die Ergebnisse nach fünf Wochen sind verblüffend: Die Probanden haben ihre Ausdauer im Durschnitt um elf Prozent verbessert und damit das Risiko für Krankheiten wie Schlaganfälle um 20 Prozent verringert.

Um Krankheiten wie Diabetes vorzubeugen, ist Muskelaufbau besonders hilfreich, da Muskelmasse Zucker benötigt. Außerdem verlieren wir ab unserem 35. Lebensjahr ein Prozent unserer Muskelmasse pro Jahr. Wir müssen also etwas tun. Doch wie werden wir am einfachsten stärker? Sechs Frauen machen den Test und trainieren zwei Mal die Woche einen Arm und ein Bein mit sehr schwerem Gewicht und den anderen Arm und das andere Bein mit leichtem Gewicht – jeweils so lange, bis sie nicht mehr können. Nach sechs Wochen haben sie Muskelmasse aufgebaut – und zwar durchweg gleichmäßig. Es ist also nicht nötig, extrem schweres Gewicht zu nutzen, leichtere Hanteln können auch den gewünschten Effekt bewirken.

Dass Bewegung positive Effekte auf unser physisches Wohlbefinden hat, ist bekannt. Sport steigert aber auch unsere kognitiven Fähigkeiten. Bei einer Salsa-Tanzstunde beweist Michael Mosley zusammen mit einigen Tänzern, dass die Leistungen des Gedächtnisses, die Reaktionsfähigkeiten und Geschwindigkeit, Entscheidungen zu treffen – also Fähigkeiten, die wir in unserem Alltag permanent brauchen – sich durch einen Salsa-Stunde um bis zu 15 Prozent verbessern.

Regie & Produzenten

KATE PRINGLE & EMMA HATHERLE

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