Digitalisierung schafft Arbeitsplätze

0

Die Digitalisierung schafft Arbeitsplätze für gut ausgebildete Fachkräfte – zu dieser Einschätzung kommt eine Studie von Bitkom. 54 Prozent der Unternehmen rechnen damit, in den kommenden Jahren zusätzliche Arbeitsplätze für ihre digitale Transformation zu benötigen. Grund dafür ist der steigende Einsatz von Technologien der Industrie 4.0, die Produktionsstätten und Büros miteinander vernetzt und zunehmend digitalisiert. Zur Bereitstellung und Wartung solcher Systeme werden Fachkräfte benötigt, wodurch viele Unternehmen einen Nachholbedarf haben.

Bis 2019 wird die deutsche IT-Branche beim Erlös voraussichtlich um 60 Prozent zulegen – dadurch würde das Umsatzvolumen entsprechender Unternehmen auf 114 Milliarden Euro ansteigen. Im gleichen Zeitraum werden knapp 89.000 neue Arbeitsplätze entstehen, wodurch bis 2019 etwa 332.000 Menschen in der IT-Branche arbeiten werden. Damit diese Voraussagen eintreffen können, müssen allerdings Weiterbildungsmöglichkeiten und Daten-Infrastrukturen ausgebaut werden.

Digitale Infrastruktur

Rechenzentren bilden das Rückgrat des Wachstums der IT-Branche. Sie stellen die Infrastruktur des Internets und verwalten, speichern und analysieren alle Datenströme, die durch die anhaltende Digitalisierung entstehen. Im Prozess der Digitalisierung nehmen sie eine immer tragendere Rolle ein. Unternehmen können sich beispielsweise beim Anbieter 1&1 einen oder mehrere Server mieten und ihre Datenverwaltung oder Kommunikationsstrukturen auslagern, um eigene Kapazitäten einzusparen.
Besonders für kleine oder mittelständische Unternehmen ist dies überlebenswichtig, da sie sich meist keine eigenen Serversysteme leisten können. Durch externe Anbieter nehmen sie dennoch am digitalen Wandel teil. Die Bedeutung der Rechenzentren wird auch durch die Investitionsbereitschaft von Staat und Unternehmen verdeutlicht. Pro Jahr werden allein in Deutschland rund 9 Milliarden Euro in den Ausbau und die Erweiterung der Server-Infrastruktur investiert.

Weiterbildung wird wichtiger

Durch den digitalen Wandel ganzer Wirtschaftsbereiche wird auch die Weiterbildung zu einem wichtigen Zukunftsthema. Schließlich sind fast alle Berufsbilder davon betroffen. Manche Zahnarzthelfer erstellen Implantate mittlerweile mit 3D-Druckern, anstatt nur Abdrücke zu nehmen. Lkw-Fahrer managen Bestellungen und Routen mithilfe von Software, anstatt nur ihr Fahrzeug zu lenken. Damit Arbeitnehmer mit diesen Veränderungen Schritt halten können, benötigen sie jedoch Weiterbildungen.
Dieses Thema wird von vielen Unternehmen allerdings noch vernachlässigt. Zwar halten 97 Prozent die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter für grundsätzlich wichtig, aber nur 31 Prozent besitzen eine Weiterbildungs-Strategie. Noch mehr Nachholbedarf hat die Zahlungsbereitschaft – nur 27 Prozent der Unternehmen hat ein festes Budget für Fortbildungen vorgesehen. So bleibt noch Nachholbedarf in vielen Betrieben.