Wer bekommt die Fußball-EM 2024?
Es bleibt spannend, wie das Exekutivkomitee der UEFA,bestehend aus 20 Mitgliedern, entscheidet und wer alles zur Abstimmung erscheinen werden. Die Entscheidung, ob die EM 2024 in Deutschland oder in der Türkei stattfindet, wird am Donnerstag den 27.09.2018 verkündet. Das Ergebnis ist nicht nur für die beteiligten Länder interessant, sondern auch für alle, die über eSports wetten abgeben.
Bei der Abstimmung des UEFA-Exekutivkomitees bekommt das Land den Zuschlag für die Austragung, das die meisten Stimmen erhält. Der Sitzungsleiter, in der Regel UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, entscheidet bei einer Stimmengleichheit alleine über die Vergabe. Er kann aber auch per Los entscheiden lassen. Abstimmen dürfen nur die, die anwesend sind, ein Vertreter ist nicht möglich. Der türkische Vertreter Servet Yardimci und Reinhard Grindel dürfen nicht mit abstimmen. Ungültige Wahlzettel werden nicht berücksichtigt.
Die UEFA will erst am Donnerstag die endgültige Liste der anwesenden und stimmberechtigten Personen im Vorfeld bekannt geben.
Aleksander Ceferin Slowenien/UEFA-Präsident
Reinhard Grindel, Deutschland
Servet Yardimci, Türkei
David Gill, England
Michele Uva, Italien
Peter Gilliéron, Schweiz
Florance Hardouin, Frankreich
Juan Luis Larrea Sarobe, Spanien
Michael van Praag, Niederlande
Ivan Gazidis, England
Andrea Agnelli, Italien
Davor Šuker, Kroatien
Borislav Mihaylov, Bulgarien
Zbigniew Boniek Polen
John Delaney, Irland
Karl-Erik Nilsson, Schweden
Grigoriy Surkis, Ukraine
Fernando Gomes, Portugal
Sándor Csányi, Ungarn
Lars-Christer Olsson, Schweden
Deutschland und die Türkei präsentieren ihre Bewerbungen und dann wird abgestimmt.
Die Wahl wird geheim bleiben und die Öffentlichkeit wird nur erfahren, welches Land den Zuschlag erhalten hat. Folgende deutschen Städte bewerben sich um die EM 2024. Berlin, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mönchengladbach, München, Nürnberg und Stuttgart.
Der DFB rechnet sich große Chancen aus, nach 1988 wieder eine EM-Endrunde nach Deutschland zu holen. Der DFB hat sich alle Mühe gegeben und bezugnehmend auf die Fragen des Europäischen Fußball-Verbandes (UEFA) ca. 1500 Seiten verfasst. Die Anspannung im Verband ist natürlich enorm groß. Nach dem Eklat um die Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Mesut Özils Rücktritt und natürlich das Thema um die gekaufte WM ist die Vergabe besonders brisant. Die osteuropäischen Delegierten gelten als potenzielle Unterstützer der Türkei, die sich bereits mehrmals bewarb und die Europameisterschaft bereits 2016 sehr knapp an Frankreich verlor. Den Berichten zufolge geht man beim DFB davon aus, dass die Türkei im Rennen um die Bewerbung deutlich aufholt.
Denn der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wird ebenfalls in der Hauptstadt zum Staatsbesuch erwartet. Über die Vergabe der Fußball EM an Deutschland oder die Türkei wird er ebenfalls in Deutschland sein. Tatsächlich spricht einiges auch für die Türkei. Die Bewerbung mit Istanbul und acht weiteren Städten setzt auf leidenschaftliche Fans und neue Stadien. Nach 3 vergeblichen Anläufen (2008, 2012, 2016) sei die Türkei an der Reihe. Die Türkei habe „bewiesen, dass sie bereit ist für die EM. Jetzt sind wir dran!“, sagte Verbandspräsident Yildirim Demirören.
Die Vision der Türkei
Wir versprechen, das wir Menschen aus allen Kreisen mit dem „beliebtesten Spiel der Welt“ in der Türkei zusammenzuführen. Wir möchten als das Land, das europaweit die meisten Besucher empfängt und desweiteren das geographische Zentrum der Welt ist, UEFA EURO 2024 mit einer breiteren Bevölkerungsschicht zusammenbringen und eine solche wichtige Erfahrung mit allen Ländern teilen. Wir können in unserer Stellung das Zusammensein, das multikulturelle Leben und die Erreichbarkeit mittels Fußball fördern. Wir möchten die Fußballleidenschaft, die Schönheit unseres Landes und das dauerhafte Vermächtnis des Turniers gemeinsam teilen.