Frühjahr-Sommer-Looks

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Der Frühling steht in den Startlöchern. Zeit also, einen Blick auf die Frühjahr-Sommer-Looks der großen, internationalen Modenschauen zu werfen. Der eine oder andere Look mag für den Alltag vielleicht etwas gewagt sein, doch um die Nacht zum Tag zu machen, eignen sich auffällige Augen-Make-ups perfekt. Mit der passenden Frisur und extravaganten Nail-Styles tanzt man garantiert als schrille Disco-Queen oder geheimnisvolle Königin der Nacht bis zum nächsten Morgen durch.

Disco-Queen

Manche Make-up Artists ließen sich bei den diesjährigen Modenschauen vom Motto „Mut zur Farbe“ leiten. Sie griffen zu knalligen Neon-Farben und zauberten den Models damit einen aufregenden Augenaufschlag. Bei Versace wurde beispielsweise ein Lidschatten in Knallorange gesichtet, während bei der Show von Helmut Lang der Lidstrich in einem nicht übersehbaren Grünton gewählt wurde. Bei Oscar de la Renta ging es besonders farbenprächtig zu. Hier wurden die Augen der Models mit gelb und orange kräftig umrandet.
Um farbtechnisch nicht zu sehr über die Stränge zu schlagen, wurden die Lippen nur sehr dezent in zurückhaltendem Rosé oder Nude geschminkt. Für den Alltag eignet sich dieser Look eher weniger, um die Clubs der Stadt unsicher zu machen aber umso mehr.

Königin der Nacht

Weniger schrill, aber sicher nicht weniger auffällig sind Smoky Eyes. Diese werden in der kommenden Frühjahr-Sommer-Saison mit Metallic-Lidschatten geschminkt. Bei Brandon Maxwell wurde ein grauer Farbton gewählt, bei Tom Ford war es Bronze. Die Make-up Artist von Halpern griffen zu schwarzem Lidschatten. Dieser wird entweder auf dem beweglichen Lid aufgetragen und nach oben und Richtung Schläfe verblendet oder man zeichnet mit einem schwarzen Eyeliner eine exakte Linie vom inneren Augenlid beginnend bis knapp unter das äußere Ende der Augenbraue und malt anschließend die entstandene Fläche zwischen dieser Linie und dem oberen Wimpernkranz mit einem pechschwarzen Lidschatten kräftig aus. Die Lippen bleiben auch bei diesem Look eher dezent.

Die Nail- & Hair-Styles der Fashionweeks

So bunt es teilweise auf den Augenlidern zuging, so bunt ging es auch auf den Nägeln zu. Diese wurden im French-Manicure-Style lackiert, allerdings mit drei verschiedenen Farben. Eine Variante: Die Nagelspitze erstrahlt in blau, dann erfolgt eine schmale Linie in silber und der Rest des Nagels wird in einem hellen Gelb lackiert.
Wem dies zu bunt ist, greift auf den klassischen French-Style zurück. Einziger Unterschied: schwarze anstatt weiße Nagelspitzen. Etwas weniger auffallend werden die Nägel mit diesem Look: Der komplette Nagel wird in dezentem Rosé lackiert und anschließend kommt mit einem silberfarbenen Lack eine Linie mittig auf den Nagel. Klassisch, aber sicher nie aus der Mode sind einfarbige Nägel. Bei Phillip Lim beispielsweise tragen die Models ihre langen Fingernägel in einem hellen Braunton.

Hat Cremelidschatten eine längere Haltbarkeit als Puderlidschatten?

Beni Durrer,
Make-up Artist mit eigener Make-up Linie:
„Creme-Lidschatten und Puder-Lidschatten unterscheiden sich in der Konsistenz, also der Formulierung, in der die Pigmente gelöst sind. Während man unter einem Puder-Lidschatten meist gepresste Pigmente versteht, werden Creme-Lidschatten in der Regel als cremige Silikontextur produziert. Diese sind sehr geschmeidig im Auftrag und je nach Pigmentdichte semi-transparent. Die Haltbarkeit beider Produkte hängt maßgeblich von der Beschaffenheit und Vorbereitung der Haut ab. Auf gereinigter und vorpigmentierter Haut (Foundation, Gesichtspuder) können beide langanhaltend sein. Dabei gilt: Je transparenter die Farbe, desto schneller das Verblassen. Nachfettende Haut oder ein Schlupflid stellen die Haltbarkeit von jedem Lidschatten auf die Probe.“

Nachdem sowohl die Augen als auch die Fingernägel in knallig bunten Farben erstrahlten, wurden bei manchen Designern einzelne Haarsträhnen bunt eingefärbt. Bei der Show von Dries Van Noten blitzten unter dem Pony in der Naturhaarfarbe braun einzelne Strähnen in pink oder blau hervor.

Weniger flippig, dafür sehr streng, war der Look der Models von Loewe. Diese trugen einen im Nacken zusammengebundenen Pferdeschwanz mit akkuratem, extrem tief angesetzten, Seitenscheitel. Im Gegensatz zum bunten Pony ist diese Frisur sowohl alltags- als auch ausgehtauglich. Um sicherzugehen, dass sicher jedes Haar dort bleibt, wo es bleiben soll, empfiehlt es sich, die Haare mit Gel und Spray zu fixieren.

Ebenfalls gesichtet wurden Zöpfe unterschiedlicher Art. Bei Dior zum Beispiel wurden die Models mit Zöpfen auf den Laufsteg geschickt, die seitlich am Gesicht entlang geflochten wurden und ihnen ein mädchenhaft-braves Aussehen verliehen. Frecher und ausgefallener dagegen wirkten die Cornrows bei Sportmax. Hierfür wurden die Haare in mehrere Strähnchen aufgeteilt und zu eng am Kopf verlaufenden Zöpfen geflochten. Neben den sehr durchgestylten Frisuren erschienen die Models aber auch im wilden Undone-Look auf dem Catwalk mit leichten, voluminösen Wellen oder einem wilden Afro.