Überwachungsstaat China

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Überwachungsstaat China: Mit einem digitalen Punktesystem sollen Bürger für gutes Verhalten belohnt und für unerwünschte Handlungen bestraft werden. Foto: TVNOW / Mediacorp

Überwachungsstaat China: Mit einem digitalen Punktesystem sollen Bürger für gutes Verhalten belohnt und für unerwünschte Handlungen bestraft werden. Die Punkte bestimmen dann über wesentliche Faktoren im Leben. Nach einer Testphase soll das System landesweit eingesetzt werden. Die Doku taucht in die erschreckende Entwicklung ein und zeigt, wie staatliche Kontrolle und die Aufhebung von Datenschutz das Leben der Bevölkerung steuern sollen.

Saubere Luft durch Sozialkredite? China will sein für Bürger bereits geltendes Punktesystem künftig auch für Unternehmen einführen und Firmen belohnen, die sich beispielsweise an Umweltauflagen halten oder brav ihre Steuern an den Fiskus entrichten. Das Sozialpunkte-Konto soll ab 2020 im ganzen Land für Ordnung und Loyalität gegenüber der Regierung sorgen und bereits jetzt bekommt die chinesische Bevölkerung die Auswirkungen zu spüren. Bereits am Freitag, den 25. Oktober zeigt der Auslandsreport eine Reportage zum Thema. Die Doku „Digitale Dämonen – Chinas totale Überwachung“ blickt dann am 29. Oktober um 22.10 Uhr in Deutscher Erstausstrahlung hinter die Kulissen des Überwachungsstaates.

Kameraüberwachung im ganzen Land und Technologien wie Datenverarbeitung, Gesichtserkennung und genetische Sequenzierung sollen der lange Arm des Staates sein. Bei Rot über die Ampel gehen, die Eltern nicht regelmäßig besuchen oder sich kritisch über die Regierung äußern: Diese kleinen, scheinbar unbedeutenden sozialen Abweichungen werden von der chinesischen Staats- und Parteiführung geahndet, von größeren Vergehen, wie Steuerhinterziehung oder Drogenbesitz ganz zu schweigen. Neben den klassischen Strafen erwarten die Bürger dann Punktabzüge und Einschränkungen, wie Reisesperren für das In- und Ausland. Die Doku taucht in die erschreckende Entwicklung ein und zeigt, wie staatliche Kontrolle und die Aufhebung von Datenschutz das Leben von rund 1,4 Milliarden Menschen steuern sollen.