18 Tipps für Traumhaare

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Glatte Haare oder Locken? Schnell fettend oder trocken? Unsere Haare und deren Bedürfnisse können sehr unterschiedlich sein. Mit der richtigen Pflege und den passenden Produkten dazu kann aber jeder die Traummähne bekommen, die er gerne hätte. Man muss nur wissen, wie. Mit unseren 18 Tipps, die uns unsere Experten verraten haben, sind schöne, gepflegte Haare garantiert.

Tipp 1: Das hilft bei feinem Haar
Da feines Haar ohne die richtige Pflege schnell sein Volumen verliert und kraftlos wirkt, muss das Shampoo die Haare aufplustern und stärken. Die funktioniert am besten mit einem Protein-Komplex. Weizenproteine, Keratine oder Ceramide umhüllen das Haar und verbessern so dessen Struktur. Doch auch pflegende Wirkstoffe sind für feines Haar wichtig. „Denn bei mangelnder Pflege können Spliss und Haarbruch die Folge sein – und mit dünnen, kaputten Spitzen sieht das Haar noch feiner aus,“ erklärt Sacha Schütte, Haarexperte bei Pantene Pro-V

Tipp 2: So pflegt man schnell fettendes Haar
Bei schnell fettendem Haar ist die Talgproduktion der Kopfhaut erhöht. Daher wird eine sehr leichte Pflege benötigt, die das Haar sanft, aber dennoch gründlich reinigt. Tiefenreinigende Shampoos übernehmen diese Aufgabe am besten. Um das Haar vor Spliss und Schäden zu schützen, sollte nach jeder Haarwäsche eine Pflegespülung angewendet werden. Um trockenen Spitzen vorzubeugen hilft ein Haaröl, das sanft in die Haarspitzen einmassiert wird. Zusatztipp: Nicht allzu häufig mit den Fingern durch die Haare fahren. Denn dadurch wird der Talg in den Haarlängen verteilt, wodurch das Haar schneller strähnig und fettig wirkt.

Tipp 3: So bringt man Locken zum Rocken
Dashi Krasnici: „Pflegeprodukte mit viel Feuchtigkeit sind hier ein Muss.“ Ganz wichtig ist auch, zu den passenden Styingprodukte zu greifen. Diese definieren und stärken die Locken, die jetzt wieder voll im Kommen sind. Man kann sie also sehr selbstbewusst und ohne aufwändiges Styling tragen.

Tipp 4: Feuchtigkeit ist das A und O –  
vor allem bei trockenem und sprödem Haar. Eine Kombination aus reichhaltigem Shampoo und Spülung, die den Feuchtigkeitsverlust des Haares vermindert und Haarschäden bekämpft ist ideal. „Am besten pflegen Inhaltsstoffe wie Arganöl,“ verrät Dr. Patricia Ogilvie, wissenschaftliche & dermatologische Beraterin für Head & Shoulders. Wichtig ist auch eine Haarkur, die die tägliche Pflegespülung ersetzt. Wer ein Mehr an Feuchtigkeit möchte, greift zu Feuchtigkeitssprays. Diese schützen sogar noch vor UV-Strahlung.

Tipp 5: So bekommt man „fliegendes“ Haar in den Griff
Statisch aufgeladenes betrifft vor allem trockene oder spröde Haare. Sie stehen vom Kopf ab und sind schwer kämmbar. Abhilfe schaffen Pflegeprodukte wie Sprühpflegen oder Sofortpflegen, die die Haarstruktur beruhigen. Auch regelmäßige Kuren, die den Haaren zusätzlich zu mehr Feuchtigkeit verhelfen und sie vor dem Austrocknen schützen, können helfen.

Tipp 6: Die richtige Pflege für coloriertes Haar
Getöntes oder coloriertes Haar braucht besonders viel Pflege. Sacha Schütte erklärt, warum: „Das Färben der Haare kann dazu führen, dass die Haaroberfläche porös wird und das Haar somit anfälliger für alle äußeren Einflüsse ist.“ Die Folge: Haarschäden wie Spliss und/oder Haarbruch. Um diesem Problem vorzubeugen, rät er „Pflege, die hilft, die Schutzschicht der Haare wiederherzustellen und Glanz und Geschmeidigkeit verleiht, damit die Farbe strahlen kann.“ Am besten sollte man hier auf eine Systempflege zurückgreifen. Dies bedeutet, dass Shampoo, Conditioner sowie die Kur, die einmal pro Woche angewendet werden sollte, aus derselben Pflegeserie stammen. Wenn man die Haar nicht offen tragen möchte oder die Frisur nicht so sitzt, wie sie sitzen sollte, sollte man die Haare lieber nicht allzu streng zurückbinden, da sonst der Colorationsansatz zu stark betont wird.

Tipp 7: Das hilft bei empfindlicher Kopfhaut
Bei empfindlicher Kopfhaut sollte man auf Inhaltsstoffe, die die Kopfhaut reizen könnten, wie z.B. Duftstoffe, Konservierungsmittel oder stark reizende Tenside, lieber verzichten. Hilfreich dagegen ist Aloe Vera. Dieser Wirkstoff beruhigt die Kopfhaut. Zudem kann es helfen, das Shampoo sparsam zu dosieren. Nach dem Einshamponieren die Haare lange mit lauwarmem Wasser ausspülen und anschließend nicht trocken rubbeln, sondern lieber mit einem Handtuch ausdrücken.

Tipp 8: Schuppen wuppen – so gehts
„Um Juckreiz und Schuppen nachhaltig entgegenzuwirken, sollten Haar und Kopfhaut möglichst regelmäßig mit einem milden Anti-Schuppen-Shampoo gewaschen werden,“ so Dr. Patricia Ogilvie. Inhaltsstoffe wie Pirocton-Olamin oder Zinkpyrithion sind besonderes wirksam. Ebenfalls hilfreich: Die Haare, wenn möglich, höchstens zweimal pro Woche waschen, dabei lauwarm und sehr gründlich ausspülen. „Zudem empfiehlt es sich, die Kopfhaut keinen extremen Temperaturen auszusetzen, wie Föhn, Sonne oder Kälte,“ rät Judith Horzel, Senior Medical Managerin und Apothekerin bei EAU THERMALE Avène.

Tipp 9: Immer eine Spülung verwenden
Britta Schwägermann, Haarexpertin bei Unilever Beauty and Care: „Eine Spülung ist eine leichte Pflege, welche die Kämmbarkeit verbessert und für sofortigen Glanz sorgt.“ Außerdem sind Spülungen gut für die Extraportion Feuchtigkeit und halten die Pflegestoffe im Haar, sodass diese nicht sofort wieder ausgespült werden.

Tipp 10: Das können Haarkuren oder -masken
Kuren oder Masken sind für alle Haartypen empfehlenswert und sollten einmal die Woche anstelle der Spülung angewendet werden. Neigen die Haare zu Spliss kann man eine Haarkur auch öfters anwenden. Dadurch lassen sich Schäden an der Haaroberfläche vermeiden. Durch neue Technologien müssen Intensivkuren heute auch nicht mehr 20 Minuten im Haar bleiben – nach nur ein bis zwei Minuten Einwirkzeit können sie ohne Pflegeeinbußen wieder ausgespült werden.

Tipp 11: So strahlen die Farben
„Da unterschiedliche Haarfarben meist mit individuellen Haarstrukturen einher gehen, sind speziell entwickelte Shampoos für verschiedene Haarfarben, welche auf die individuellen Bedürfnisse eingehen, sehr empfehlenswert,“ erklärt Andreas Wild.

Tipp 12: Schonend trocknen
Andreas Wild: „Beim Lufttrocknen wird das Haar wird von der Hitze verschont und dadurch weniger strapaziert.“ Allerdings ist hierfür im Alltag oft nicht die Zeit da. Verwendet man zum Föhnen ein Hitzeschutzspray, kann das Haar vor der intensiven Hitze aber gut geschützt werden. Ganz wichtig: Das Haar nicht trocken rubbeln.

Tipp 13: Die perfekte Föhntechnik
Das Haar sollte nicht nass, sondern handtuchtrocken sein und der Haartrockner auf niedriger Stufe eingestellt sein. So dauert das Trocknen zwar etwas länger, belastet das Haar aber weniger und reduziert gleichzeitig noch die statische Aufladung. Falls es doch mal schneller gehen muss und man eine höhere Temperaturstufe benötigt, sollte vorab ein Hitzeschutzspray ins Haar gegeben werden. „Außerdem sollte man den Haartrockner nicht zu lange auf eine Stelle richten, sondern immer in Bewegung halten und in Wuchsrichtung föhnen – das raut die Schuppenschicht weniger auf,“ erläutert Sacha Schütte.  Zudem sollten ca. 10-15 cm Abstand zum Haar eingehalten werden.
Zusatztipp: Einmal in der Woche brauchen Haare eine kleine Auszeit vom Föhnen und Stylen.

Tipp 14: Sanftes Styling – so geht’s
Zum Bürsten sollten immer Haarbürsten mit Naturborsten verwendet werden, da diese besonders sanft und schonend zum Haar sind. Fürs Föhnen empfiehlt sich ein professioneller Haartrockner, der nicht zu heiß wird. Bei niedrigster Stufe föhnen, bis das Haar bis zu 80% trocken ist. „Erst wenn nur noch wenig Restfeuchtigkeit im Haar ist, die Temperatur- und Leistungsstufe nach oben schalten und das Haar wie gewohnt über eine Keramikrundbürste fertig föhnen,“ empfiehlt Verena Schöneberg, Head of Education bei ghd.
Um Haarschäden durch Glätteisen oder Lockenstab vorzubeugen, ist es ratsam, diese erst dann anzuwenden, wenn die Haare 100% trocken sind. Andernfalls wird das Haar verbrannt, es entstehen kleine Bläschen auf der Haaroberfläche, wodurch die Haarschäden verursacht werden. Zudem sollte immer auch ein Hitzeschutzspray angewendet werden.

Tipp 15: Wiedersehen macht Freude
Seinen Friseur sollte man regelmäßig aufsuchen, vor allem um die Spitzen nachzuschneiden. „Regelmäßiges Spitzenschneiden lässt die Haare gesund und kräftig aussehen. Zudem vermeidet es das Voranschreiten von Spliss,“ erläutert Britta Schwägermann. Je nach Schnitt können sonst 4-8 Wochen zwischen einem Friseurbesuch liegen.

Tipp 16: Schnell, schneller, Trockenshampoo
Wenn man das Haarewaschen überbrücken oder zwischendurch etwas auffrischen möchte, sind Trockenshampoos sehr sinnvoll. „Oftmals sind sie mit Haarspray und Puder versehen und sorgen so für einen frischen Stand und Halt in ungewaschenem Haar,“ so Dashi Krasnici. Jeden Tag sollten diese aber nicht angewendet werden, da eine richtige Reinigung unabdingbar ist.

Tipp 17: Das ist bei Haarausfall zu tun
Andreas Wild: „Bei starkem Haarausfall sollte unbedingt ein Profi konsultiert werden. Hier können die Ursachen, welche vor allem bei Frauen oft von hormoneller Natur sind, sowie die weitere Vorgehensweise geklärt werden.“

Tipp 18: Last but not least: So werden Männerhaare schön
Essenziell sind ein guter Haarschnitt und der regelmäßige Besuch beim Friseur. Außerdem sollten Pflege- und Stylingprodukte, die speziell auf die Bedürfnisse von Männerhaar entwickelt wurden, verwendet werden. Dies können auch gern Kombiprodukte für Haare und Körper sein.