Ausgesperrt! – Tipps und Ratschläge für den Ernstfall

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Wohnungsschlüssel

Beim Verlassen der Wohnung kommt es oft vor, dass die Tür zufällt und der Schlüssel sich noch in der Wohnung befindet. Statistiken zufolge passieren Notfälle dieser Art in Deutschland alle zwei Minuten.

Sorgfältiger Umgang mit Haus- und Wohnungsschlüsseln

Meist versuchen Betroffene zunächst, sich auf eigene Faust Zugang zur Wohnung zu verschaffen, um dadurch vermeintlich hohe Kosten für eine professionelle Türöffnung oder lange Wartezeiten auf Handwerker zu sparen. Falls sich die Wohnung im Erdgeschoss befindet, kann es sich durchaus lohnen, die Fenster zu kontrollieren. Bei einem gekippten Fenster besteht oft die Möglichkeit, dieses von außen zu öffnen und dadurch in die Wohnung zu gelangen. Wenn die Wohnungstür nicht abgeschlossen, sondern nur ins Schloss gefallen ist, kann die Tür unter Umständen mit einer Plastikkarte geöffnet werden. Allerdings sollten keine Kreditkarten oder Bankkarten für Öffnungsversuche verwendet werden, da diese bei ungeschickten Öffnungsversuchen beschädigt werden könnten. Zum Öffnen der Tür wird eine einfache Plastikkarte, beispielsweise eine Kundenkarte, zwischen Wohnungstür und Türrahmen eingeführt und anschließend hoch- und heruntergezogen. Im Idealfall bewirken diese Bewegungen ein Hineindrücken des Schließzylinders. Falls es nicht gelingt, die Tür auf diese Weise zu öffnen, sollte ein Schlüsseldienst benachrichtigt werden. Dabei ist es sinnvoll, einen ortsansässigen Dienstleister zu kontaktieren, um unnötige Wartezeiten und hohe Anfahrtskosten zu vermeiden. Zur Startseite des Anbieters aus der Region geht es hier. Ein Schlüsseldienst ist in der Regel rund um die Uhr erreichbar und innerhalb kürzester Zeit vor Ort. In manchen Fällen kann der Schlüsseldienst das Öffnen der Tür auch verweigern. Die bestellten Türöffner müssen den Auftrag nicht annehmen, wenn ausgeschlossene Personen nicht nachweisen können, dass sie tatsächlich in der Wohnung wohnen. Meist wird in einer solchen Situation bei Nachbarn geklingelt, die die Identität des Ausgeschlossenen bestätigen können. Da die meisten Menschen persönliche Ausweisdokumente wie Personalausweis, Krankenversicherungskarte oder eine Kundenkarte mit Foto dabeihaben, kommen solche Fälle in der Praxis eher selten vor.

Zweitschlüssel beim Nachbarn deponieren

Wer aufgrund eines Schlüsselverlusts vor verschlossener Tür steht, sollte zunächst überlegen, wo der Schlüssel zuletzt gesehen wurde und den Weg noch einmal zurückgehen. Falls die Suche nach einem verlorenen Schlüssel ergebnislos verläuft, sollte der Schlüsseldienst kontaktiert werden. Wenn die Wohnadresse am Schlüsselanhänger vermerkt ist, muss möglicherweise das Schloss ausgetauscht werden. Mieter sind ebenfalls verpflichtet, ihren Vermieter über einen Schlüsselverlust zu informieren, wenn dieser Schlüssel zu einer Schließanlage gehört. Dies ist bei Haustürschlüsseln der Fall, da diese das Eindringen in weitere Bereiche eines Mietshauses, wie Garage, Wäscheraum oder Fahrradkeller ermöglichen. Da Schlüsselverluste relativ häufig vorkommen, ist es sinnvoll, über Möglichkeiten zur Schlüsselaufbewahrung nachzudenken. Eine Alternative besteht darin, einen Zweitschlüssel bei zuverlässigen Nachbarn oder Freunden zu deponieren. Aus Sicherheitsgründen sollten Wohnungs- oder Hausschlüssel niemals an leicht zugänglichen Plätzen unter der Fußmatte, in einer Vase oder einem ähnlichen Gefäß hinterlegt werden. Diese Aufbewahrungsmöglichkeiten werden von Einbrechern schnell gefunden. Smart-Key-Finder sind moderne Hilfsmittel, die bei der Suche nach verlorenen Schlüsseln eingesetzt werden. Die Funkweite dieser Geräte liegt meist zwischen 20 und 50 Metern, sodass Schlüssel, die in der näheren Umgebung verloren wurden, leicht geortet werden können.