Integration in Deutschland – besser als ihr Ruf

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Die Integrationsdebatte wird in Deutschland zu sehr als eine Debatte über das was nicht klappt geführt, viel zu wenig über das was gut klappt. Und es klappt bereits sehr viel.

Medial teils verständlich schafft der strukturell chronisch misstrauische Ansatz eine Atmosphäre, die zwar sinnvoll die Forderungs- und Förderungsseite ständig herausarbeiten mag. Diejenigen, die die Forderungen der Integrationsskeptiker durchaus bestens erfüllen, werden aber dabei oft übersehen.

Darauf, dass es sehr viele Erfolgsgeschichten gibt, möchten die Unterzeichner der Erklärung und Sprecher der Veranstaltung

Integration in Deutschland – besser als ihr Ruf hinweisen.

Im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe in der Humboldt-Viadrina stehen Menschen, die persönlich für die deutsche Erfolgsgeschichte Migration und erfolgreich Einleben in Deutschland stehen. Denn Deutschland ist nicht nur eine Integrationserfolgsgeschichte, es gibt viele sehr, sehr persönliche Erfolgsgeschichten von Menschen zu erzählen, die sich in Deutschland einbringen wollten und können.

Nichtzuvergessen: Sehr viele von ihnen engagieren sich zudem erfolgreich in ihren Herkunftsländern und bringen dort ihr Wissen oder auch finanzielle Ressourcen ein.

Sprechen werden am 5. September 2013, ab 18.00 Uhr im großen Saal der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance, Wilhelmstraße 67, Berlin-Mitte u.a.

  • Suat Bakir: Geschäftsführer Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer – Unternehmerverband e.V.
  • Dr. Naika Foroutan: Leiterin des Forschungsprojekts Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle/ HEYMAT; Leiterin der Forschungsgruppe: Junge Islambezogene Themen in Deutschland (JUNITED) im Rahmen der Jungen Islam Konferenz – Deutschland (JIK)
  • Dr. Ahmet Lokurlu: (Geschäftsführer Solitem Group: 2004 erhielt Lokurlu und das 1999 von ihm gegründete Unternehmen Solitem den als „Umwelt-Oscar“ geltenden Energy Globe Award. 2007 ernannte das TIME Magazine Lokurlu als neben Angela Merkel einzigen Deutschen zum „Global Hero of the Environment“.
  • Tarek Marestani: Der seit 2010 in Berlin lebende Maler und Grafiker gilt als „Meister der Farbe und Mystiker der Moderne“
  • Aiman Mazyek: Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime Deutschlands
  • Alexander Rupp: Landesvorsitzender der Landesgruppe Berlin-Brandenburg der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.. Darüber hinaus Mitglied im Bundesvorstand der Landsmannschaft. Er ist Wissenschaftlicher Referent im Bundesamt für Strahlenschutz.
  • Imran Sagir: Geschäftsführer des wohl weltweit ersten Muslimischen SeelsorgeTelefons (MuTeS)
  • Medina Schaubert kam 1997 mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Deutschland. Nach der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten studierte sie Wirtschaftsingenieurwesen und gründete in diesem Jahr ihr eigenes Unternehmen „Liamed“, welches sich auf die Vermittlung und Betreuung von ausländischen Patienten spezialisiert.
  • Prof. Dr. med. Jalid Sehouli: Direktor der Klinik für Gynäkologie, Leiter des Gynäkologischen Tumorzentrums und Europäischen Kompetenzzentrums für Eierstockkrebs (EKZE), Charité/ Universitätsmedizin Berlin

Gleichzeitig werden zwei Portraits der Ausstellung „Toleranz und Integration bekommen ein Gesicht“ von Tarek Marestani gezeigt. Eintritt frei.

Begrüßen wird für die HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance Prof. Udo Steinbach (dort verantwortlich für den Bereich Governance Center Middle East | North Africa).

Moderation und Koordination: Erhard Brunn