Gaming ist nur für Nerds?

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Ganz und gar nicht!

Quelle: Pixabay

Gaming ist nur für Nerds? Ganz und gar nicht!

Das Klischee des einsamen Gamers, der nur online Freunde hat und den ganzen Tag im abgedunkelten Zimmer verbringt, ist längst obsolet. Die Vielfalt der Spieler ist mittlerweile so groß, dass man kaum noch pauschale Aussagen treffen kann. In Deutschland spielen laut einer Studie 30 Millionen Menschen gelegentlich oder regelmäßig Videospiele. Nicht nur das Geschlecht, sondern auch das Alter variiert deutlich: Auch wenn der Großteil der Gamer Jugendliche und junge Erwachsene sind, so gibt es trotzdem auch eine Gruppe an älteren Spielern. Sie unterscheiden sich jedoch oft in den Inhalten, die gespielt werden. Wer was am liebsten spielt, erfahrt ihr bei uns!

Massentauglich – Die Partyspiele

Ein deutlicher Trend weg von den einsamen Nerds war das Aufkommen der Multiplayerspiele auf Nintendo und anderen Plattformen. Freundschaftliche Kämpfe in Super Smash Brothers oder Mario Kart standen bald bei vielen Kindern und Jugendlichen auf der Tagesordnung. Tanz- und Musikspiele wurden schon bald zum großen Hit auf jeder Party. Eine Runde Singstar oder Guitar Hero lockerte jede lahme Stimmung auf. Natürlich wurden auch Spiele auf der Kinnect zum Partykracher. Mit der Bewegungserkennung wurden Dancebattles ausgetragen und olympische Spiele im Wohnzimmer veranstaltet.

Gamer-Girls – Inhalt geht über Ballern

Auch wenn man nicht zu allgemein über die weibliche Gruppe der Gamer sprechen kann, da die Vorlieben sehr stark variieren, so scheint für viele von ihnen der Fokus mehr auf der Story eines Spiels zu liegen. Das bedeutet nicht, dass sie keine Action vertragen können – ganz im Gegenteil! Doch reine Ballerspiele wie Counter Strike sind immer noch stark von Männern dominiert. Viele Gamer-Girls bevorzugen Spiele mit einem Schwerpunkt auf Story und Design, weshalb beispielsweise Telltale Games oder interaktive Filme wie Heavy Rain extrem gerne gezockt werden.

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Erwachsene Spieler – Mit Strategie und Köpfchen

Auch Berufstätige in den Dreißigern und Vierzigern spielen immer noch gerne. Viele von ihnen wollen dabei auf eine andere Art herausgefordert werden, als nur durch ihre Reaktionsfähigkeit. Spiele, die strategisches Denken und Planen erfordern, werden daher besonders oft gewählt. Wirtschaftssimulatoren wie die Anno-Spielreihe begeistern vor allem viele ältere Gamer. Aber auch Glücksspiele im Internet boomen unter den älteren Generationen, denn das elegante Ambiente und der Nervenkitzel von Las Vegas kann mittlerweile ganz einfach im Live-Casino auf den Bildschirm geholt werden. Mit echten Kartengebern und Croupiers muss man stimmungsmäßig auf nichts verzichten.

Casual Gamer – Spielen als Zeitvertreib

Oft denken wir bei Gamern immer noch an verbissene Jungs, die den ganzen Tag vor dem Bildschirm verbringen und ihre Leistung bis auf ein Maximum gesteigert haben. Sie sind absolute Profis. Ganz außer Acht gelassen werden dabei aber die Casual Gamer, die nur zum Zeitvertreib spielen und sich oft nicht zu sehr um Highscores kümmern. Spiele wie The Sims sind klassische Beispiele für diese Art des Zeitvertreibs. Vor allem die mobile Version fürs Handy wird oft nur wenige Minuten am Stück gespielt, während einer kurzen Wartezeit beim Arzt oder an der Bushaltestelle.

Gamer sind längst nicht mehr ausschließlich Nerds. Die Szene ist mittlerweile bunter denn je und es gibt Spiele für jedes Interesse. Männer, Frauen, jung und alt – eines haben sie alle gemeinsam: Die Lust am Spielen!