Der HIV-Heimtest

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Leben retten im heimischen Umfeld mit einem HIV-Heimtest

Geschätzte 13.000 Menschen leben in Deutschland mit dem HI-Virus – ohne es zu wissen! Dabei gibt es in jedem Jahr noch ungefähr 4.000 Patienten, die ein positives Testergebnis erhalten. Diese Zahlen sind seit vielen Jahren relativ stabil. Knapp ein Drittel sind zumeist Patienten, die bereits viele Jahre mit dem Virus lebten. Dabei besteht eine viel höhere Chance, Aids zu verhindern, je eher das Virus entdeckt und behandelt werden kann. Mit Medikamenten besteht seit zwei Jahrzehnten die Möglichkeit, das HI-Virus am Ausbruch von Aids zu hindern.

Aids: Mit rechtzeitiger Behandlung einen Ausbruch verhindern

Aber eben nur, wenn die Betroffenen sich rechtzeitig testen lassen. Umso schlimmer ist es für die Patienten, wenn sie aus Scheu nicht zum Arzt gehen und jahrelang unbehandelt mit dem HI-Virus leben. Sie gefährden nicht nur durch sexuellen Kontakt ihre Partner, sondern eben auch ihr eigenes Leben. Aber auch viele Ärzte sind mit dem Thema HIV überfordert. Sie kennen ihre Patienten vielleicht schon lange und empfinden einen HIV-Test und das damit verbundene Thema der Sexualität als Tabuthema.

Der HIV-Heimtest als private Lösung

Seit einigen Jahren gibt es deswegen HIV-Heimtests ganz legal in den USA und Australien. Seit 2015 erlaubt Großbritannien den Verkauf und Frankreich folgte im Jahr 2016. Noch ist der Verkauf in deutschen Apotheken nicht zugelassen, aber die Diskussionen darüber sind auch hierzulande im vollen Gange. Im Moment können Patienten nur über das Internet einen Heimtest wie hier http://www.hivheimtest.de/ beziehen und sich in der heimischen Anonymität ganz leicht selbst testen. Einige Tropfen Blut aus der Fingerkuppe genügen, um in wenigen Minuten ein aussagekräftiges Testergebnis zu erhalten.

Im Internet lässt sich ein HIV-Heimtest heutzutage ebenso einfach und diskret bestellen, wie beispielsweise Sexspielzeuge. Neutrale Verpackungen und Onlinebestellungen ohne persönlichen Kontakt gewährleisten dem potenziellen Patienten, dass sein Umfeld nichts vom HIV-Test mitbekommt. Auch Pärchen profitieren von diesem Test, der ihnen vor ihrer Hochzeit oder den Einzug in eine gemeinsame Wohnung Gewissheit gibt.

Auf HIV testen im heimischen Umfeld, beim Gesundheitsamt oder in der Arztpraxis?

Befürchtungen sind, dass die betroffenen Personen zu Hause mit einem positiven Testergebnis emotional nicht klarkommen. Das konnten die Statistiken der Länder, in denen jeder den HIV-Heimtest ganz leicht kaufen kann, nicht bestätigen. Das familiäre Umfeld kann häufig besser helfen, als fremde Fachleute. In Deutschland dürfen Hausärzte den Heimtest kaufen und bei ihren Patienten anwenden. Aber sie erhalten derzeit keine psychologischen Schulungen zum Thema HIV, um die Patienten bei einem positiven Ergebnis besser zu betreuen.

Anders sieht das in den Gesundheitsämtern und Aidshilfen aus. Das Personal dort ist geschult und fachlich immer auf dem Laufenden. Sie wissen, wie sie die notwendigen Abfragen diskret gestalten können. Zudem reagieren sie kompetent und beratend im Fall eines positiven Testergebnisses. Häufig erkennen sie auch andere Geschlechtserkrankungen, die den Verdacht auf HIV auslösten. Aber die beste, personelle Besetzung nützt nicht viel, wenn die Betroffenen nicht den Mut haben, die Beratungsstellen aufzusuchen. Um die Epidemie Aids erfolgreich einzudämmen, ist es notwendig, das HI-Virus frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ein HIV-Heimtest wird jedoch viele erreichen, die sich weder zum Arzt oder zur Beratungsstelle getraut hätten.