Erkältungs-Stopp: Wirksam vorbeugen

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Es liegt was in der Luft: Obwohl sie sich das ganze Jahr über in unserer Umwelt bewegen, unternehmen Erkältungsviren gerade in der nasskalten Jahreszeit bervorzugt einen „Ausflug“. Als häufigster Auslöser von Husten, Schnupfen, Fieber und Heiserkeit gelten die Rhinoviren, von denen es mehr als 100 verschiedene Typen gibt. Wie man ihnen den Riegel vorschiebt, verrät medicalpress.

Sommer vs. Winter
Eiskalt erwischt: Zwar ist in der kalten Jahreszeit das Risiko besonders hoch, sich zu erkälten, doch ein Zusammenhang zwischen niedrigen Temperaturen und Erkältungen konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Auch im Sommer kann man sich eine Erkältung einfangen, die dann in der Regel durch Entero- oder Adenoviren verursacht wird, während im Winter das Rhinovirus der Übeltäter ist. Tückisch: Da sie keine schützende Proteinhülle besitzen, haben sie alkoholischen und aldehydischen Mitteln gegenüber ein dickes Fell. Häufiges Händewaschen reduziert jedoch das Risiko einer Infektion.

Heilung von innen?
Gehören Husten, Ächzen und Niesen schon bald der Vergangenheit an? Neueste Studien geben Anlass zur Hoffnung: Britische Forscher haben ein Peptid in unserem Immunsystem entdeckt, welches im Stande ist, das Rhinovirus zu bekämpfen. Schon frühere Untersuchungen hatten sein Potential auch beim Influenza-A-Virus herausgestellt. Von der neuen Untersuchung erhoffen sich die Forscher Hinweise für die Entwicklung neuer Behandlungsansätze und Therapien.

In der Ruhe liegt die Kraft
Auch wenn man sich oft nach drei bis vier Tagen schon besser fühlt, sollte man mit ca. neun Tagen rechnen, bis eine vollständige Genesung eintritt. Da das Immunsystem zunächst noch geschwächt ist, können sich die Erreger über das Blut leicht ausbreiten und andere Organe befallen. Wer das ignoriert, erhöht das Risiko für ernstzunehmende Folgeerkrankungen, zu denen neben Nebenhöhlen- auch
Herzmuskel- oder sogar Hirnhautentzündungen zählen können. Treten nach einem Infekt z. B. eine verminderte Leistungsfähigkeit, Schwächegefühle oder Kurzatmigkeit auf, könnte eine Entzündung des Herzmuskels als Folgeerkrankung aufgetreten sein.

Vorbeugen ist besser als heilen
Um Erkältungen vorzubeugen, greifen viele Menschen in den nasskalten Monaten gerne zu Vitamin C- oder Zink-Präparaten. Gerade Zink ist an mehr als 200 Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Ein Mangel an diesem lebenswichtigen Spurenelement beeinträchtigt auch das Immunsystem. Zinkhaltige Nahrung bzw. Nahrungsergänzungsmittel können helfen, eine Schwächung des Immunsystems zu vermindern oder zu beseitigen und die Immunabwehr zu unterstützen.

Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist…
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Schonung sind das A und O bei einer Erkältung. Neben Wasser sorgen deshalb auch Kräutertees, Milch mit Honig oder vitaminreiche Fruchtsäfte für etwas Abwechslung. Auch das Gurgeln mit Salbeitee kann den Heilungsprozess unterstützen und einen gereizten Rachen beruhigen. Tritt eine erhöhte Körpertemperatur oder Fieber auf, ist das ein Zeichen der körpereigenen Abwehrreaktion. Um es zu senken, sind neben fiebersenkenden Medikamenten kalte Wadenwickel ein bewährtes Hausmittel. Gegen wunde Hautstellen im Mund- und Nasenbereich helfen Cremes mit Kamille oder Zink. Auch Inhalationen oder heiße Bäder mit ätherischen Ölen befreien die Atemwege und beruhigen die Schleimhäute.

Text: medicalpress.de